Wer seinen Zyklus versteht, versteht die Welt. (Volksweisheit)
Der weibliche Körper folgt einem Rhythmus.
Nicht linear. Nicht gleichbleibend. Sondern zyklisch.
Der Zyklus ist kein Störfaktor im Alltag –
er ist ein natürlicher, intelligenter Prozess, der Körper, Stimmung, Energie und Wahrnehmung beeinflusst.
Meine Arbeit im Bereich Zyklus verbindet Wissen mit Verkörperung.
Es geht nicht nur darum zu verstehen, was hormonell geschieht – sondern darum, wieder in Beziehung zum eigenen Rhythmus zu treten.
Die erste Blutung ist ein Übergang.
Wie wir diese Zeit erleben, prägt oft das spätere Körperbild.
Ich begleite Mädchen und Frauen dabei, Menstruation als etwas Natürliches und Wertvolles zu begreifen – nicht als etwas, das man aushalten muss.
Im „Feiertag für Mädchen“ entsteht ein geschützter Raum für Fragen, kreatives Gestalten und altersgerechtes Wissen.
Es darf Neugier geben. Unsicherheit. Austausch. Staunen.
Zyklusbewusstsein bedeutet, den eigenen Rhythmus wahrzunehmen:
Wann bin ich kraftvoll?
Wann brauche ich Rückzug?
Wann fällt mir Kontakt leicht?
Dieses Wissen schafft Selbstverständnis statt Selbstkritik.
Nicht nur die erste Menstruation ist ein Übergang.
Auch Perimenopause und hormonelle Veränderungen gehören zum Lebensbogen.
Zyklusarbeit bedeutet für mich, diese Phasen nicht zu pathologisieren, sondern bewusst zu begleiten.
Der Körper ist kein Problem, das optimiert werden muss.
Er ist ein kluges System, das gehört werden möchte.
Zyklusarbeit ist für mich ein Teil von Coming Home –
ein Zurückfinden in Vertrauen, Selbstwahrnehmung und Würde.